Hüftarthrose verstehen und lindern: Ihr Weg zu mehr Beweglichkeit

Hüftarthrose verstehen und lindern: Ihr Weg zu mehr Beweglichkeit

Hüftarthrose, auch als Coxarthrose bekannt, ist eine häufige Gelenkerkrankung im Alter, die durch den Abbau des Knorpels im Hüftgelenk verursacht wird. Sie führt zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Frühzeitige Diagnose und gezielte Maßnahmen wie Physiotherapie, Gewichtsmanagement und ergonomische Anpassungen können den Verlauf positiv beeinflussen und die Lebensqualität verbessern.

Von Anodyne Team | 05. Februar 2026 | Lesezeit: 8 Minuten
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Christian Uhre
Geprüft von Christian Vagn Uhre
Physiotherapeut und Miteigentümer von Nørre Snede Fysioterapi. Christian beschäftigt sich seit 12 Jahren mit Rücken- und Nackenproblemen sowie anderen Beschwerden des Bewegungsapparates. Er hat diesen Artikel durchgesehen, um eine hohe Qualität und Fachlichkeit sicherzustellen.

Wenn jede Bewegung in der Hüfte schmerzt, kann das den Alltag stark beeinträchtigen. Viele Menschen über 50 kennen dieses Gefühl – das Treppensteigen wird mühsam, das Aufstehen vom Stuhl kostet Kraft, und selbst ein Spaziergang kann zur Herausforderung werden. Die Ursache liegt häufig in Hüftarthrose, einer der häufigsten Gelenkerkrankungen im höheren Lebensalter. Sie entwickelt sich schleichend, doch wer die Anzeichen früh erkennt und gezielt handelt, kann den Verlauf positiv beeinflussen und die Beweglichkeit langfristig erhalten.

Wenn jede Bewegung in der Hüfte schmerzt, kann das den Alltag stark beeinträchtigen. Viele Menschen über 50 kennen dieses Gefühl – das Treppensteigen wird mühsam, das Aufstehen vom Stuhl kostet Kraft, und selbst ein Spaziergang kann zur Herausforderung werden. Die Ursache liegt häufig in Hüftarthrose, einer der häufigsten Gelenkerkrankungen im höheren Lebensalter. Sie entwickelt sich schleichend, doch wer die Anzeichen früh erkennt und gezielt handelt, kann den Verlauf positiv beeinflussen und die Beweglichkeit langfristig erhalten.

Was hinter hüftarthrose steckt

Hüftarthrose, auch Coxarthrose genannt, beschreibt den fortschreitenden Verschleiß des Hüftgelenks. Dabei wird der schützende Knorpel zwischen Hüftkopf und Pfanne zunehmend abgebaut. Ohne diese gleitfähige Schicht reiben die Knochen direkt aufeinander – Schmerzen, Entzündungen und Bewegungseinschränkungen sind die Folge. Besonders betroffen sind Menschen ab dem mittleren Lebensalter, doch auch jüngere Personen können durch Fehlbelastungen, Verletzungen oder angeborene Fehlstellungen eine Arthrose entwickeln.

In Deutschland zählt Hüftarthrose zu den häufigsten Ursachen chronischer Gelenkschmerzen. Studien zeigen, dass etwa jeder zehnte Mensch über 60 davon betroffen ist. Der Verlauf ist individuell: Während manche Betroffene über Jahre kaum Beschwerden spüren, erleben andere schubweise Phasen mit deutlich spürbaren Schmerzen und Steifigkeit.

Warum ein besseres verständnis entscheidend ist

Das Wissen über Ursachen und Mechanismen der Hüftarthrose ist der erste Schritt zu einer wirksamen Behandlung. Viele Patientinnen und Patienten neigen dazu, Schmerzen zu ignorieren oder sie als normale Alterserscheinung abzutun. Doch je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser lassen sich Schäden begrenzen und invasive Eingriffe vermeiden. Frühzeitige Maßnahmen – von gezieltem Training über Gewichtsmanagement bis hin zu ergonomischen Anpassungen im Alltag – können die Lebensqualität erheblich verbessern.

Darüber hinaus spielt das Verständnis der eigenen Körpermechanik eine zentrale Rolle. Wer weiß, wie Belastungen auf das Hüftgelenk wirken, kann Bewegungen bewusster ausführen und Fehlhaltungen vermeiden. So lassen sich Schmerzen reduzieren und die Gelenkfunktion länger erhalten.

Was dieser beitrag bietet

In den folgenden Abschnitten erfahren Sie, wie sich Hüftarthrose äußert, wie sie diagnostiziert wird und welche konservativen sowie operativen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Außerdem erhalten Sie praxisnahe Tipps, um Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu fördern und den Alltag gelenkschonender zu gestalten. Ziel ist es, Ihnen fundiertes Wissen und alltagstaugliche Strategien an die Hand zu geben – für mehr Lebensqualität trotz Hüftarthrose.

diagnose und symptome der hüftarthrose

Die Diagnose von Hüftarthrose beginnt in der Regel mit einer gründlichen Anamnese und klinischen Untersuchung. Ärzte achten dabei auf typische Symptome wie Hüftschmerzen, die oft nach längeren Ruhephasen oder am Morgen auftreten, sowie auf eine eingeschränkte Beweglichkeit. Besonders die Innenrotation der Hüfte ist häufig betroffen und kann ein frühes Anzeichen der Erkrankung sein.

Um den Schweregrad der Arthrose zu bestimmen, kommen bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen zum Einsatz. Diese helfen, den Zustand des Gelenkspalts und der Knochenstruktur zu beurteilen. Die Kellgren & Lawrence Skala ist ein gängiges Instrument zur Klassifizierung des Arthrosegrades, der von 0 (keine Arthrose) bis 4 (schwere Arthrose) reicht. In unklaren Fällen können ergänzende Verfahren wie MRT oder CT eingesetzt werden, um detailliertere Informationen zu gewinnen.

konservative therapieansätze zur schmerzlinderung

Bei der konservativen Behandlung der Hüftarthrose stehen schmerzlindernde und gelenkerhaltende Maßnahmen im Vordergrund. Physiotherapie spielt dabei eine zentrale Rolle. Durch gezielte Kräftigungs- und Dehnübungen sowie neuromuskuläres Training kann die Muskulatur gestärkt und die Beweglichkeit verbessert werden. Regelmäßiges Training kann helfen, die Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

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Medikamentöse Behandlungen umfassen den Einsatz von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung. In einigen Fällen können auch Injektionen mit Hyaluronsäure oder Glukokortikoiden zur Linderung der Beschwerden beitragen. Diese Injektionen zielen darauf ab, die Gleitfähigkeit im Gelenk zu verbessern und Entzündungen zu reduzieren.

Hilfsmittel wie Orthesen und Gehstützen können zusätzlich zur Entlastung des Hüftgelenks beitragen. Sie bieten Unterstützung im Alltag und helfen, die Belastung auf das betroffene Gelenk zu reduzieren.

selbstmanagement und prävention: der schlüssel zu mehr beweglichkeit

Ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung von Hüftarthrose ist das Selbstmanagement. Eine gesunde Lebensweise, die auf Gewichtsreduktion und ausgewogene Ernährung abzielt, kann die Belastung der Gelenke erheblich verringern. Jedes verlorene Kilo entlastet die Hüfte und kann zur Linderung der Symptome beitragen.

Im Alltag sollten Betroffene auf ergonomische Hilfsmittel zurückgreifen, um die Hüfte zu schonen. Dies können spezielle Sitzkissen, höhenverstellbare Möbel oder andere Hilfsmittel sein, die die Belastung der Gelenke minimieren. Auch die Anpassung von Bewegungsabläufen, wie das Vermeiden von schwerem Heben oder das Nutzen von Aufzügen statt Treppen, kann hilfreich sein.

Durch eine Kombination aus gezielten Übungen, medikamentöser Behandlung und präventiven Maßnahmen können Betroffene ihre Lebensqualität verbessern und die Beweglichkeit langfristig erhalten. Ein bewusster Umgang mit der Erkrankung und die Einhaltung eines individuell angepassten Therapieplans sind entscheidend, um den Alltag trotz Hüftarthrose aktiv zu gestalten.

operative behandlungsmöglichkeiten bei fortgeschrittener hüftarthrose

Wenn konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, Medikamente und Gewichtsreduktion nicht mehr ausreichen, kann eine operative Behandlung notwendig werden. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit wiederherzustellen und die Lebensqualität zu verbessern. Die Wahl des geeigneten Eingriffs hängt vom Arthrosegrad, dem Alter und der Aktivität der betroffenen Person ab.

Minimalinvasive Verfahren wie die Hüftarthroskopie kommen vor allem in frühen Stadien zum Einsatz. Dabei werden kleine Instrumente über winzige Hautschnitte eingeführt, um geschädigtes Gewebe zu entfernen oder kleine Knorpeldefekte zu glätten. In bestimmten Fällen kann eine Knorpeltransplantation helfen, die Gelenkfläche teilweise zu regenerieren. Diese Eingriffe sind gelenkerhaltend und zielen darauf ab, eine spätere Endoprothese hinauszuzögern.

Bei fortgeschrittener Hüftarthrose, wenn der Knorpel weitgehend zerstört ist und der Gelenkspalt stark verengt wurde (Kellgren-Lawrence Grad 3 oder 4), wird häufig eine Totalendoprothese (Hüft-TEP) empfohlen. Dabei ersetzt eine künstliche Hüfte das erkrankte Gelenk vollständig. Moderne Implantate bestehen aus langlebigen Materialien wie Titan oder Keramik und können bei richtiger Nachsorge über viele Jahre stabil bleiben. Dennoch ist jeder operative Eingriff mit Risiken wie Infektionen, Lockerungen oder Thrombosen verbunden. Eine sorgfältige Abwägung und ärztliche Beratung sind daher unerlässlich.

langzeitmanagement und prognose

Nach einer Operation beginnt die entscheidende Phase der Rehabilitation. Eine gezielte Physiotherapie unterstützt den Heilungsprozess, stärkt die Muskulatur und hilft, die Beweglichkeit schrittweise zurückzugewinnen. Regelmäßiges Training ist der Schlüssel zu einem langfristig guten Ergebnis – sowohl nach einer Operation als auch bei konservativer Behandlung. Übungen zur Kräftigung der Hüft- und Beinmuskulatur stabilisieren das Gelenk und beugen Fehlbelastungen vor.

Langfristig profitieren Betroffene von einer Kombination aus Bewegung, ausgewogener Ernährung und ergonomischer Unterstützung im Alltag. Neue Leitlinien empfehlen standardisierte Tests wie den 6-Minuten-Gehtest oder den WOMAC-Score, um Fortschritte objektiv zu bewerten. Diese Instrumente helfen Ärztinnen und Therapeuten, den Therapieerfolg zu messen und gegebenenfalls anzupassen.

Ergonomische Hilfsmittel, wie sie von Anodyne entwickelt werden, können im Alltag einen entscheidenden Unterschied machen. Spezielle Haltungsbekleidung oder unterstützende Sitzlösungen fördern eine aufrechte Körperhaltung und reduzieren Druckbelastungen auf das Hüftgelenk. In Kombination mit einem aktiven Lebensstil tragen sie dazu bei, Schmerzen zu verringern und die Lebensqualität langfristig zu sichern.

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frequently asked questions

wie erkenne ich die ersten anzeichen von hüftarthrose?

Frühe Symptome äußern sich oft durch Schmerzen in der Leiste oder im Gesäß, die nach längerer Ruhephase oder morgens nach dem Aufstehen auftreten. Eine eingeschränkte Innenrotation der Hüfte und ein Gefühl der Steifigkeit sind ebenfalls typische Hinweise. Wer diese Anzeichen bemerkt, sollte frühzeitig ärztlichen Rat einholen.

welche übungen helfen bei hüftarthrose?

Sanfte Bewegungsformen wie Radfahren, Schwimmen oder gezielte Dehnübungen sind ideal, um die Muskulatur zu stärken und die Beweglichkeit zu fördern. Physiotherapeutisch angeleitete Übungen, insbesondere für die Hüftbeuger und Gesäßmuskulatur, unterstützen die Gelenkstabilität und reduzieren Schmerzen. Wichtig ist, Überlastung zu vermeiden und regelmäßig, aber moderat zu trainieren.

wann ist eine operation notwendig?

Eine Operation wird in der Regel dann in Betracht gezogen, wenn konservative Maßnahmen keine ausreichende Linderung mehr bringen und die Lebensqualität stark eingeschränkt ist. Bei fortgeschrittener Arthrose (Kellgren-Lawrence Grad 3 oder 4) kann eine Hüft-TEP die beste Option sein, um Schmerzen zu beseitigen und die Beweglichkeit wiederherzustellen.

wie kann ich meine hüfte im alltag entlasten?

Eine bewusste Körperhaltung, ergonomische Sitzmöbel und das Vermeiden von langem Stehen oder schwerem Heben tragen zur Entlastung bei. Auch kleine Anpassungen, wie das Nutzen von Aufzügen statt Treppen oder das Tragen bequemer Schuhe mit Dämpfung, können helfen. Gewichtsreduktion ist ein weiterer wichtiger Faktor, um die Gelenkbelastung zu senken.

welche rolle spielen ergonomische hilfsmittel bei der behandlung?

Ergonomische Hilfsmittel unterstützen die natürliche Körperhaltung und reduzieren Fehlbelastungen, die häufig zu Schmerzen führen. Produkte wie Haltungsbekleidung oder spezielle Sitzkissen helfen, den Druck auf die Hüfte zu verringern und die muskuläre Balance zu fördern. Sie sind eine wertvolle Ergänzung zu Bewegungstherapie und medizinischer Behandlung, besonders im langfristigen Selbstmanagement.


Källor

  1. Orthinform. "Hüftarthrose."
  2. Gelenk Klinik. "Hüftarthrose (Coxarthrose)."
  3. Hirslanden. "Hüftarthrose."
  4. Gesund Bund. "Hüftarthrose."
  5. Klinikum Leverkusen. "Hüftarthrose (Coxarthrose)."
  6. H-OCH. "Arthrose am Hüftgelenk (Coxarthrose)."
  7. NetDoktor. "Coxarthrose Symptome."
  8. Gelenkzentrum. "Hüftarthrose."
  9. Physiotutors. "Hip Osteoarthritis."
  10. YouTube. "Hüftarthrose Video."